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21. September 2026

Patrick Bergmann

IKEA Liljebagge: Smartes Heizkörper-Thermostat mit Matter für gerade einmal 14,99 Euro

IKEA bereitet mit dem Liljebagge den Marktstart eines smarten Heizkörper-Thermostats vor, das die etablierte Konkurrenz von Eve und tado preislich in eine andere Galaxie katapultiert. Während die Mitbewerber regelmäßig 50 Euro und mehr pro Thermostat aufrufen, setzt der Möbelriese auf einen Kampfpreis, der smarte Heizungssteuerung erstmals wirklich massentauglich machen könnte. Wir haben die Details. 

Im schwedischen Shop bereits gelistet

Das Liljebagge ist im schwedischen Online-Shop von IKEA bereits für 199 Kronen erhältlich – umgerechnet knapp 18 Euro. Noch aggressiver fällt die Kalkulation offenbar für den deutschen Markt aus: Wie der Smart-Home-Blog smarthomeassistent.de berichtet, taucht das Thermostat im hiesigen IKEA-Warenkatalog für 14,99 Euro auf. Wohlgemerkt nicht als Einführungsangebot, sondern als regulärer Verkaufspreis. Einen konkreten Starttermin für Deutschland nennt IKEA bislang nicht, eine regulär erreichbare Produktseite mit Lieferstatus fehlt ebenfalls noch.

Eve und tado unter massivem Preisdruck

Um den Preis richtig einzuordnen, lohnt der direkte Vergleich. Das Eve Thermo mit Matter liegt bei einer UVP von 79,95 Euro, im besten Fall sind es im Angebot noch rund 52 Euro. tado X startet bei etwa 50 Euro pro Einzelthermostat und verlangt für den vollen Funktionsumfang mit Geofencing und automatischer Fenster-Offen-Erkennung obendrein ein monatliches Abo von 3,99 Euro. Wer ein Haus mit fünf Heizkörpern ausstatten will, zahlt bei Eve im Idealfall 260 Euro, bei tado mindestens 250 Euro plus laufende Kosten. Bei IKEA wären es für fünf Thermostate gerade einmal 75 Euro. Das ist kein gradueller Preisunterschied, das ist eine komplett andere Größenordnung und preislich so aggressiv wie es nur geht.

Matter over Thread und solide Ausstattung

Trotz des Kampfpreises spart IKEA nicht am Funkstandard. Unter der Haube arbeitet Matter over Thread, das Thermostat lässt sich damit direkt in Apple Home, Google Home, Amazon Alexa, Samsung SmartThings oder Homey einbinden. Voraussetzung ist lediglich ein Thread Border Router, also etwa ein Apple TV 4K, ein HomePod mini oder IKEAs eigener Dirigera-Hub. Die Einrichtung soll unkompliziert ablaufen: Ventil festschrauben, automatisch kalibrieren lassen, sechs Adapter für gängige wassergeführte Ventile liegen bei. Zwei AA-Batterien versorgen das Gerät mit Strom, die Laufzeit gibt IKEA mit rund 18 Monaten an. Bedient wird über zwei Tasten in 0,5-Grad-Schritten, ein kleines Display zeigt die Solltemperatur und schaltet sich im Ruhezustand ab. Eine farbige LED signalisiert den Betriebszustand: Orange steht für Aufheizen, Blau für Abkühlen. Dazu kommen ein Frostschutzmodus und eine automatische Routine gegen Kalkablagerungen am Ventil. Auch ohne Internetverbindung hält das Thermostat die zuletzt eingestellte Temperatur. Ob das Liljebagge in der Praxis mit dem Funktionsumfang von tado oder der Verarbeitungsqualität von Eve mithalten kann, muss sich nach dem Marktstart zeigen. Für 14,99 Euro muss es das aber womöglich gar nicht: In dieser Preisklasse reicht ein solides Basis-Thermostat mit offener Plattformanbindung, um die Einstiegshürde für smarte Heizungssteuerung praktisch auf null zu senken. Sobald das Gerät hierzulande regulär verfügbar ist, dürfte es für viele Haushalte schlicht keinen Grund mehr geben, ein Vielfaches bei der Konkurrenz zu lassen.

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